LOTTES WANDELWORTE

Worte zum Wandel


Hier findest du meine neuesten Beiträge…

Erwachen

 Erwachen Treiben- in nachtschwarzer Tiefe. Weich, undurchdringlich wie Samt. Willenlos. Selbstlos. Ein Schimmern, weiches Licht berührt die träumenden Sinne. Es streift mich, wie die Schwingen eines Vogels. Lockend – doch noch lastet die dunkle Schwere auf meiner Brust. Ein Stoß und ich schwebe – angezogen vom Schimmer der Ferne,

Ernste Gedanken

Es ist so schnell Frühling geworden. Die Pflanzen strecken ihre hellgrünen, zarten Blättchen gen Sonnenlicht. Um mich herum singen Meisen, Amseln, in der Ferne krächzt empört eine Elster. Und obwohl es wunderschön hier draußen ist, sehe ich fast keine Menschen. Ist es die Angst vor einer Corona-Infektion? Oder schlafen alle noch, an diesem Sonntagmorgen? Ich sitze hier allein im Park, und habe Hoffnung und Angst beim Gedanken an die Welt.

Am Beispiel des Coronavirus habe ich gesehen, wie schnell unsere Regierung entscheiden kann, wie schnell gehandelt wird, wenn der politische Wille da ist. Wie schnell Fernflüge weniger werden, wie schnell strenge Maßnahmen eingeleitet werden zum Schutz der Bevölkerung. Wie viele Menschen ein Verständnis für die Maßnahmen zu haben scheinen.
Es steckt ein Potential darin, dass wir jetzt so viel Zeit haben, nachzudenken, andere Formen der Zusammenarbeit auszuprobieren, miteinander zu sprechen und gute Bücher zu lesen. Wir könnten uns mit dem Sinn unseres Lebens beschäftigen, Atem holen und neue Entscheidungen treffen. Wir könnten die Zeit nutzen, unser Leben zu verändern

Auf dem Weg

Es ist eine lange, schwere Suche. Voll Tod und dem intensivsten aller Leben. Eine Grenzgängerin, die Unsicherheit ist ihre Heimat. Freiheit bedeutet für sie, auf sich selbst gestellt Entscheidungen treffen zu können. Holprig ist der Pfad, noch wenige Menschen sind ihn gegangen, und das ist auch schon lange her. Spitze Dornen zerkratzen auf dem Weg ihre nackten Waden, sie watet durch Flüsse, springt über eine tiefe Schlucht, wo in der Tiefe ein Bergbach tost. Sie steigt bis zu den Wolken, will dort einen Weg finden, wo noch kein Mensch vor ihr gewesen ist. Langsam wird es dunkel, im hellen Mondlicht sieht sie nur schemenhaft die nächsten Stufen aus Stein, die sie ihrem Ziele näherbringen. Als die Müdigkeit sich über ihre Augen legt, lässt sie sich ins Heidekraut sinken und betrachtet versonnen die glimmenden Sterne.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.