Wie können wir die Welt verändern?

Ich denke, der Wandel, der in die Welt kommen will, wird nicht aus alten, reproduzierten Egomustern kommen, sondern aus der Ruhe und freien Selbstentfaltung. Viele Menschen, mit denen ich spreche, denken viel mehr darüber nach, was alles nicht möglich ist, was sie nicht können als über das, was möglich ist. Dabei verlernen wir, dass wir eigentlich viel mehr können, als wir uns selbst zutrauen. Maja Göpel, eine Wirtschaftswissenschaftlerin, sagte in einem Interview [1], dass wir uns durch dieses gewohnte Verhalten im Hinblick auf eine sozial-ökologische Transformation selbst im Weg stehen. Viel zu wenig glauben wir daran, dass wir sie schaffen könnten. Ich verstehe sie so: Wir vermögen viel mehr, als wir uns selbst auf unseren gewohnten Gedankenpfaden vorstellen können. Oft sind diese nämlich schon ziemlich ausgelatscht. Besonders Träume sind ein wichtiges Mittel, um herauszufinden, wohin wir wollen. Wonach sollen wir denn unser Handeln und unsere Entscheidungen ausrichten, wenn wir nicht wissen, wohin wir wollen? Visionen haben das Potential, ein sehr kraftvoller Ruf aus der Zukunft zu sein, wenn wir es nur wagen, uns konkrete Schritte vorzustellen. Wenn wir in einer Krisenzeit nicht weiterwissen, und wir uns in einer scheinbar ausweglosen Situation wiederfinden, wenn wir mit unserer eigenen Angst konfrontiert sind, dann sind die instinktiven Reaktionen häufig Flucht, Erstarren oder Kampf. Wir greifen dann auf alte Denkmuster zurück, die wir uns im Laufe unserer Biografie angeeignet haben, halten an Altem fest und verbauen uns auf diese Art und Weise neue Wege. Aber gerade in einer Krisensituation brauchen wir eine Veränderung des Status Quo, eine Transformation der Denkweise, die uns in diese Krise geführt hat. „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ (Albert Einstein)(2)

Muss ich mich selbst zerstören, um die Welt zu retten?

Muss ich mich für die Rettung der Welt selbst zerstören? Bin ich prädestiniert für Leid und Stress, wenn ich mich mit der Klimakatastrophe auseinandersetze? Gewissermaßen ja. Je mehr, je intensiver ich mich mit apokalyptischen Klimastudien auseinandersetzte, desto mehr fühlte ich Verzweiflung, Hilflosigkeit angesichts dessen, was uns als Menschheit bevorsteht. Aufgewachsen und sozialisiert in einer globalisierten„Muss ich mich selbst zerstören, um die Welt zu retten?“ weiterlesen

Warum zerstört ihr weiter die Welt?!

Die Bilder sind erschreckend. Wie versteinert sitze ich mal wieder mitten in der Nacht vor meinem Bildschirm in der Dunkelheit. An Schlaf ist nicht zu denken. Die Bilder von brennenden Wäldern, die Konzernbosse, die weiter in Kohle investieren und die schreiende Ungerechtigkeit eines Systems, in welchem nur die Stimmen gehört werden, die über finanzielle, wirtschaftliche Macht verfügen…