Krisenlehre?

Was können wir an dem politischen Umgang mit der COVID-19 Pandemie lernen? Ich denke, eine der grundlegendsten Beobachtungen ist der Unterschied, den es macht im Verhalten der Menschen, wenn eine Krise deutlich als solche behandelt wird. Bei der Klimakrise geht es sich nicht nur um die Erderwärmung, sondern sie ist gleichzeitig eine Gerechtigkeitskrise, eine Gesundheitskrise und eine ökologische Krise. Dazu kommen humanitäre Faktoren wie Flucht, zerstörte Lebensgrundlagen und Hunger. Um endlich einen adäquaten Umgang mit dieser Situation zu finden, brauchen wir nicht nur uneingehaltene Klimaziele, Co2-Steuern und wirtschaftliche Anreize, sondern wir müssen uns schon heute auf die Klimakrise vorbereiten und klare Gesetze orientiert an den unbestreitbaren Regeln der Natur aufstellen. Wenn wir den politischen Willen und das Engagement beobachten, was die Politik im Hinblick auf die Corona-Krise zeigt, so wird deutlich: „Wenn sie will so kann die Welt. Also will sie nicht beenden das Krepieren in den Kriegen, das Verrecken vor den Stränden und, dass Kinder schreiend liegen in den Zelten, zitternd, nass. Also will sie. Alles das.“[3]

Ernste Gedanken

Es ist so schnell Frühling geworden. Die Pflanzen strecken ihre hellgrünen, zarten Blättchen gen Sonnenlicht. Um mich herum singen Meisen, Amseln, in der Ferne krächzt empört eine Elster. Und obwohl es wunderschön hier draußen ist, sehe ich fast keine Menschen. Ist es die Angst vor einer Corona-Infektion? Oder schlafen alle noch, an diesem Sonntagmorgen? Ich sitze hier allein im Park, und habe Hoffnung und Angst beim Gedanken an die Welt.

Am Beispiel des Coronavirus habe ich gesehen, wie schnell unsere Regierung entscheiden kann, wie schnell gehandelt wird, wenn der politische Wille da ist. Wie schnell Fernflüge weniger werden, wie schnell strenge Maßnahmen eingeleitet werden zum Schutz der Bevölkerung. Wie viele Menschen ein Verständnis für die Maßnahmen zu haben scheinen.
Es steckt ein Potential darin, dass wir jetzt so viel Zeit haben, nachzudenken, andere Formen der Zusammenarbeit auszuprobieren, miteinander zu sprechen und gute Bücher zu lesen. Wir könnten uns mit dem Sinn unseres Lebens beschäftigen, Atem holen und neue Entscheidungen treffen. Wir könnten die Zeit nutzen, unser Leben zu verändern