Krisenlehre?

Was können wir an dem politischen Umgang mit der COVID-19 Pandemie lernen? Ich denke, eine der grundlegendsten Beobachtungen ist der Unterschied, den es macht im Verhalten der Menschen, wenn eine Krise deutlich als solche behandelt wird. Bei der Klimakrise geht es sich nicht nur um die Erderwärmung, sondern sie ist gleichzeitig eine Gerechtigkeitskrise, eine Gesundheitskrise und eine ökologische Krise. Dazu kommen humanitäre Faktoren wie Flucht, zerstörte Lebensgrundlagen und Hunger. Um endlich einen adäquaten Umgang mit dieser Situation zu finden, brauchen wir nicht nur uneingehaltene Klimaziele, Co2-Steuern und wirtschaftliche Anreize, sondern wir müssen uns schon heute auf die Klimakrise vorbereiten und klare Gesetze orientiert an den unbestreitbaren Regeln der Natur aufstellen. Wenn wir den politischen Willen und das Engagement beobachten, was die Politik im Hinblick auf die Corona-Krise zeigt, so wird deutlich: „Wenn sie will so kann die Welt. Also will sie nicht beenden das Krepieren in den Kriegen, das Verrecken vor den Stränden und, dass Kinder schreiend liegen in den Zelten, zitternd, nass. Also will sie. Alles das.“[3]

Warum zerstört ihr weiter die Welt?!

Die Bilder sind erschreckend. Wie versteinert sitze ich mal wieder mitten in der Nacht vor meinem Bildschirm in der Dunkelheit. An Schlaf ist nicht zu denken. Die Bilder von brennenden Wäldern, die Konzernbosse, die weiter in Kohle investieren und die schreiende Ungerechtigkeit eines Systems, in welchem nur die Stimmen gehört werden, die über finanzielle, wirtschaftliche Macht verfügen…