Ernste Gedanken

Es ist so schnell Frühling geworden. Die Pflanzen strecken ihre hellgrünen, zarten Blättchen gen Sonnenlicht. Um mich herum singen Meisen, Amseln, in der Ferne krächzt empört eine Elster. Und obwohl es wunderschön hier draußen ist, sehe ich fast keine Menschen. Ist es die Angst vor einer Corona-Infektion? Oder schlafen alle noch, an diesem Sonntagmorgen? Ich sitze hier allein im Park, und habe Hoffnung und Angst beim Gedanken an die Welt.

Am Beispiel des Coronavirus habe ich gesehen, wie schnell unsere Regierung entscheiden kann, wie schnell gehandelt wird, wenn der politische Wille da ist. Wie schnell Fernflüge weniger werden, wie schnell strenge Maßnahmen eingeleitet werden zum Schutz der Bevölkerung. Wie viele Menschen ein Verständnis für die Maßnahmen zu haben scheinen.
Es steckt ein Potential darin, dass wir jetzt so viel Zeit haben, nachzudenken, andere Formen der Zusammenarbeit auszuprobieren, miteinander zu sprechen und gute Bücher zu lesen. Wir könnten uns mit dem Sinn unseres Lebens beschäftigen, Atem holen und neue Entscheidungen treffen. Wir könnten die Zeit nutzen, unser Leben zu verändern